• Geschäftsbericht

Risikomanagement

Risikomanagement ist in einer Klinik ebenso wichtig wie in jeder anderen Unternehmung. In Medizin und Pflege lauern Risiken, die die Sicherheit des Patienten und damit letztlich auch die wirtschaftliche Sicherheit der Unternehmung gefährden.  

Daher betreibt das Qualitätsmanagement zu einem großen Teil auch Risikomanagement. Eine Maßnahme des Risikomanagements ist zum Beispiel das Patientenidentifikationsarmband, das einen Patienten eindeutig ausweist - auch in Situationen, in denen er selbst nicht ansprechbar ist. Zum Risikomanagement gehört auch die Patientensicherheitscheckliste, die vor jeder Operation abgearbeitet wird. Hier werden noch einmal der Name des Patienten und der Grund für die OP festgestellt und weitere Punkte, die zu Fehlern führen können, besprochen.  

Ein wichtiger Bestandteil des Risikomanagements ist CIRS, das Critical Incident Reporting System, auf deutsch: Berichtssystem über kritische Beinahe-Zwischenfälle. Es ist ein Online-Tool, auf das jeder Mitarbeiter und jede Mitarbeiterin der Klinik Zugriff hat. Das System nutzt die Erfahrungswerte der Mitarbeiter, um daraus zu lernen.   

Jeder unserer fast 1.000 Beschäftigten, vom Arzt bis zum Haustechniker, kann ins CIRS Abläufe aus seinem Arbeitsalltag, die zu Gefährdungen geführt haben, eintragen. Die Einträge werden vom CIRS-Team ausgewertet. Dieses entwickelt gemeinsam mit den Prozessverantwortlichen Maßnahmen, damit Gefährdungen gar nicht mehr entstehen und nicht zu wirklichen Unfällen führen können.  

Der Eintrag ins CIRS erfolgt anonym, so dass die Hemmschwelle, Beinahe-Fehler zu melden, möglichst gering ist. CIRS stellt damit ein wichtiges Instrument dar, die Sicherheit für Patienten und Mitarbeiter zu verbessern.