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Patientenverfügung

Die Patientenverfügung legt die gewünschte medizinische Behandlung für Erkrankungsfälle fest, in denen der Patient nicht mehr selbstständig Anweisungen erteilen kann. Patienten wahren damit ihr Selbstbestimmungsrecht, wenn sie zum Zeitpunkt der Behandlung nicht mehr fähig sind, selbst in Therapien einzuwilligen.

Die Patientenverfügung ist für den behandelnden Arzt und sein Team bindend. Damit die Handelnden sich nach ihr richten können, muss sie die Wünsche zur Behandlung so differenziert wie möglich darstellen. So sollte festgehalten werden, welche Behandlung in welcher Situation erfolgen darf und welche zu unterbleiben hat. Liegt schon ein konkreter Krankheitsfall vor, kann auf die gewünschte Behandlung in einer späteren Phase eingegangen werden. Es ist ratsam, sich beim Verfassen von einer ärztlichen oder anderen fachkundigen Person oder Organisation helfen zu lassen.

Patientenverfügung selbst erstellen

Unbedingt behandelt werden, sollten folgende Punkte:  

  • Eingangsformel
  • Situationen, auf die die Patientenverfügung angewendet werden soll
  • Festlegung der gewünschten ärztlichen/pflegerischen Maßnahmen in Bezug auf die aufgeführten Situationen
  • Falls weitere Vorsorgeverfügungen bestehen, ein Hinweis darauf
  • Falls vorhanden, Hinweis auf beigefügte Erläuterungen zur Patientenverfügung
  • evtl. Klärung der eigenen Position zum Thema Organspende
  • Schlussformel
  • Datum, Unterschrift

Es empfiehlt sich, Patientenverfügungen regelmäßig zu erneuern und zu aktualisieren. Wenn die Aktualisierung vorliegt, sollte dies vermerkt werden:

  • Aktualisierung(en), Datum, Unterschrift

Die Patientenverfügung soll schriftlich verfasst werden. Sie ist nur gültig, wenn sie eigenhändig durch Unterschrift oder durch ein von einer Notarin oder einem Notar beglaubigtes Handzeichen unterzeichnet ist.

Mehr Infos

Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV): Infos zu Betreuungsrecht und Patientenverfügung