• Klinik Eichstaett
  • Herzkatheter der Klinik Eichstätt
  • Servicekraft beim Betten machen
  • Sonografierender Arzt

"Das Gespräch steht für mich im Mittelpunkt"

19.06.2018

Im Krankenzimmer allein mit der Angst vor einem Eingriff oder dem weiteren Verlauf der Erkrankung wünscht man sich oft jemanden, der einem zuhört und beisteht. Für diese Seelsorgetätigkeit hat das Bistum Eichstätt eine feste Stelle in der Klinik Eichstätt geschaffen. Bekleidet wird sie von Barbara Ulrich.

Sie ist Theologin und Pädagogin, ausgebildete Pastoralreferentin, Mutter von vier Kindern und war 18 Jahre lang Mentorin für Studierende der Theologie und der Religionspädagogik. „Nach dieser langen Zeit in einer Position wollte ich gerne etwas anderes machen“, sagt Barbara Ulrich. Darum hat sie sich als Seelsorgerin für die Klinik beworben.

Schon am ersten Tag war sie vom neuen Job begeistert. „Ich bin hier in einer Offenheit empfangen worden, wie ich es noch nie erlebt habe“, sagt sie. Und dann warteten sofort verantwortungsvolle Aufgaben: die Gestaltung von Wortgottesdiensten, Austeilung der Krankenkommunion, erste Krankenbesuche. Mit diesem Programm werden nun 20 Stunden in der Woche bei ihr ablaufen. Neben den seelsorgerischen Tätigkeiten wird sie zudem noch die Ehrenamtlichen in der Seelsorgearbeit koordinieren.

Gespräche mit Patienten und Mitarbeitern stehen im Mittelpunkt

Für Barbara Ulrich stehen die Gespräche im Mittelpunkt. „Ich möchte vor allem da sein, zuhören und beistehen“, sagt sie. „Den Patienten ebenso wie den Mitarbeitern, die Sorgen und Nöte im Zusammenhang mit ihrer Arbeit haben.“

Die Erfahrung, wie wichtig für Patienten eine Bezugsperson in der Klinik ist, hat sie selbst schon oft gemacht. Zuletzt bei einer schweren Herzoperation mit nachfolgenden Komplikationen. „Für mich war damals am Berührendsten zu spüren, mit welcher Selbstverständlichkeit Ärzte und Pflegekräfte mir Zuwendung schenkten“, sagt Barbara Ulrich. Und ein zweites hat sie erfahren, das sie gerne weitergeben möchte: „Es braucht keine großen Gesten, um Nähe und Geborgenheit zu vermitteln.“ Manchmal reicht ein handgeschriebener Gruß und ein Smilie auf einer Serviette.

Mit diesem Rüstzeug will sie Trost spenden und vermitteln, dass man Kraft aus dem Glauben schöpfen kann.